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Basics:
Die Sache mit der Blende

Die Blende zählt mit der Verschlusszeit zu den wichtigsten Parametern beim Fotografieren. Mit der Blende kann man nicht nur die Lichtmenge steuern, die durch das Objektiv gelangt, sondern auch wie die Bilder aussehen.

 

Strenggenommen ist die Blende nichts anderes als ein Loch im Objektiv mit einer definierten Größe. Diese Öffnung kann beispielsweise durch verstellbare Lamellen verkleinert werden, also kommt weniger Licht durch das Objektiv.  

 

 

Eine Zeiss-Ikon "Box-Tengor 54/2" aus den 1930er Jahren... hier kann man drei Blendenwerte einstellen, bei welchen einfach andere Blechscheiben mit verschieden großen Öffnungen davorgeschoben werden:

...das gute Stück... ...unten erkennt man die Blendeneinstellung, man hat die Wahl zwischen

f/11,

f/16,

und f/22.

 

...Mathematik... 

 

Die Blendenöffnung wird durch die Blendenzahl definiert, wobei der Zahlenwert gegensinnig zur Größe ist (kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung, z.B. f/4, große Blendenzahl = kleine Blendenöffnung, z.B. f/16). Das mag zwar am Anfang etwas verwirren, erklärt sich aber dadurch, dass die Blendenzahl quasi der Nenner eines Bruchs ist (daher auch die Schreibweise). Dividiert man die Brennweite [f] durch den Durchmesser der Eintrittspupille, so erhält man die Blendenzahl [BZ]. Halbiere ich die Blendenzahl, fällt die vierfache Lichtmenge durch das Objektiv.

 

 

Hier mal eine analoge Spiegelreflexkamera, Modell Canon AE-1, frühe 1980er Jahre:


Das hier verwendete Objektiv ist eine 50mm-Festbrennweite mit einer größtmöglichen Blende von f/1:4, wie auf dem Objektiv angegeben ist.

Hier wird die gewünschte Blende mittels Drehen am Einstellring gewählt, momentan ist sie auf 2,8 eingestellt.

 

Schärfentiefe?

 

Die Schärfentiefe bezeichnet den Bereich zwischen Nah- und Fernpunkt, der Bereich eines Bildes, der scharf abgebildet wird. Fokussiere ich auf einen bestimmten Punkt, so ist ein gewisser Bereich davor und dahinter scharf abgebildet, dies lässt sich mit der Blende sehr gut beeinflussen.  

 

Bei den nachfolgenden Bildern wollte ich den Einfluss der Blende auf die Schärfentiefe verdeutlichen, daher stelle ich die Kamera auf Zeitautomatik (bei Canon "AV"), d.h. ich gebe die gewünschte Blende vor, die Kamera errechnet automatisch die entsprechende Verschlusszeit für eine optimale Belichtung. 

große Blende = geringer Schärfentiefenbereich

kleine Blende = großer Schärfetiefenbereich

Bei diesen beiden Beispielaufnahmen sieht man sehr gut den Unterschied: In der linken Aufnahme ist infolge der offenen Blende fast ausschließlich das fokussierte Objekt scharf abgebildet, in der rechten Aufnahme ist vom Vorder- bis zum Hintergrund fast alles scharf abgebildet.  

 

Will man z.B. bei Portraitaufnahmen, dass sich das Hauptmotiv deutlich abhebt und/oder ein störender Vorder- oder Hintergrund "ausgeblendet" wird, öffnet man die Blende (niedrige Blendenzahl).

Will man möglichst scharf abgebildete Details über den größtmöglichen Bereich, beispielsweise bei Landschaftsaufnahmen, schließt man die Blende (hohe Blendenzahl). 

 

Im nachfolgenden Beispiel wurde die Kamera auf M(anuell) gestellt, Belichtungszeit und ISO sind auf allen Bildern gleich, lediglich die Blende ist von Aufnahme zu Aufnahme größer.

 

 

D.h. wenn wir bei einer Aufnahme zu wenig Licht haben, also das Foto zu dunkel ist können wir durch Öffnen der Blende für eine ausreichende Belichtung sorgen, allerdings bei einem geringeren Schärfetiefenbereich, was bspw. bei Landschaftsaufnahmen eher unerwünscht ist. Bei Landschaftsaufnahmen lasse ich dann die Blende kleiner und erhöhe dafür die Belichtungszeit, was u. U. ein Stativ erfordert (oder ich stelle die Kamera auf irgendeinen festen Untergrund, so dass sie sich während der Belichtungszeit nicht bewegen kann.

 

Also, möchte ich

 

...einen großen Schärfetiefenbereich und optimal abgebildete Details des gesamten Motivs...

...eine längere Verschlusszeit einstellen, um Bewegungsunschärfen z.B. von fließendem Wasser einzufangen...

...längere Verschlusszeiten, auch bei starkem Sonnenlicht oder heller Umgebung...






...nutze ich eine kleine Blende !
(hohe Blendenzahl)



...einen kleinen Schärfetiefenbereich, um das eigentliche Motiv zu betonen...

...einen möglichst geringen Schärfetiefenbereich mit nur wenigen Millimetern für abstrakte Aufnahmen...

...störende Vorder- bzw. Hintergründe in Unschärfe verschwimmen lassen...

...kürzere Verschlusszeiten, beispielsweise bei schlechten/schwierigen Lichtverhältnissen oder um Bewegungsunschärfen oder Verwacklungen vorzubeugen...


...nutze ich eine große Blende !
(niedrige Blendenzahl)


 

 

 

 

 

 

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